Der Hersteller hochwertiger Innentüren startete mit EZ-GO, um mit digitalen Arbeitsanweisungen Wissen zu sichern. Bald darauf entdeckte das Unternehmen auch, wie praktisch Checklisten und Aufgaben sind. Die roten Daumen liefern heute den Input für jede Produktionsbesprechung.
1954Gründungsjahr des Familienunternehmens
300Beschäftigte
1Maschine zum Einstieg
QHSE Manager Diala Daoud, Prozessingenieur Robert Wolsheimer und Teamleiter Ruben Golstein erklären, wie sie es aufgebaut haben und was die Daten ihnen bringen.
Prozesskontrolle
Ein visuelles System
Svedex ist der einzige Türenhersteller in den Niederlanden, der ein komplettes Sortiment vollständig lackierter Stiltüren produziert. Kunden können Maße auf den Millimeter genau angeben. Das Familienunternehmen wurde 1954 gegründet und beschäftigt rund 300 Menschen. 2022 fing Diala Daoud als QHSE Manager am Produktionsstandort in Varsseveld an.
Eine ihrer ersten Beobachtungen: Nötig waren mehr Prozesskontrolle und eine bessere Methode, um Abläufe zu dokumentieren, zumal in den kommenden Jahren voraussichtlich viele erfahrene Mitarbeitende in Rente gehen. Dieses Wissen musste bewahrt werden. „Ich hatte EZ-GO bei meinem vorherigen Arbeitgeber genutzt und wusste sofort: Das funktioniert hier auch.“
Wie in vielen Unternehmen gab es Arbeitsanweisungen, aber meist nur als Text, auf Papier und schwer zu finden. „Was mich an EZ-GO am meisten begeistert, ist, dass es ein sehr visuelles System ist. Es passt perfekt zu unserer Lean-Arbeitsweise. Durch die Fotos und Videos ist jede Arbeitsanweisung klar und leicht verständlich. Außerdem kann jeder sie über das Tablet ganz einfach aufrufen.“
„Die Daten werden genutzt, um den Prozess zu verbessern.“
Diala DaoudQHSE Manager, Svedex
Einführung
Start mit einer Maschine
Beim ersten Besuch von EZ Factory zeigte sich schnell ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Plattform: Checklisten und Aufgaben. „Wir haben beschlossen, alle drei Funktionen gleichzeitig einzuführen“, ergänzt Daoud.
Prozessingenieur Robert Wolsheimer leitete das Einführungsprojekt, gemeinsam mit Teamleiter Ruben Golstein. Wolsheimer erklärt: „Wir haben direkt mit der praktischen Umsetzung begonnen, zusammen mit einem Customer Success Consultant von EZ Factory. Er hat uns geraten, mit einem begrenzten Umfang zu starten: eine Maschine mit einigen ausgewählten Aufgaben, Checklisten und Arbeitsanweisungen. Das Team in der Produktion haben wir dabei eng eingebunden. Ruben wusste genau, wo in seinem Team das Fachwissen lag, und sein Kollege hat dasselbe für die andere Schicht gemacht. Schritt für Schritt haben wir jede Checkliste, jede Aufgabe und jede Anweisung gemeinsam aufgebaut.“
Struktur
Die Architektur einer Plattform für Bediener
Aufgaben sind wiederkehrende Routinetätigkeiten, etwa die stündliche Kontrolle des Lackauftrags der Walze. Der Wert wird eingetragen, eine etwaige Abweichung gemeldet und bei Bedarf behoben. Checklisten kommen bei unregelmäßig anfallenden Tätigkeiten zum Einsatz, etwa beim Wechsel eines Schleifbands oder beim Umschalten eines Maschinenmodus. Falls nötig, lässt sich eine unterstützende Arbeitsanweisung aufrufen.
Teamleiter Golstein erklärt: „Anfangs fiel es den Bedienern, vor allem den erfahreneren, schwer, sich an diese Arbeitsweise zu gewöhnen. Eine Zahl auf Papier zu schreiben, schien etwas schneller zu gehen als mit einer App. Aber inzwischen sind sie daran gewöhnt, und es bringt sowohl mehr Daten als auch Zeitersparnis.“
Qualität
Rote Daumen auswerten
Einer der wichtigsten Vorteile von EZ-GO ist der einfache Zugang zu Informationen. Daoud sagt: „Es war wichtig, das den Kollegen klar zu erklären. ‚Warum muss das in eine App?‘ Nun, weil die Daten, die man eingibt, tatsächlich genutzt werden, um Prozesse zu verbessern.“
„Die Daten dienen zum Beispiel als Input für unsere wöchentlichen Qualitätsbesprechungen. Tritt eine bestimmte Abweichung oder Störung häufig auf, können wir strukturelle Maßnahmen ergreifen. Ein Beispiel: Alle fünf bis sechs Wochen sehen wir, dass ein bestimmtes Fräswerkzeug bricht. Deshalb tauschen wir es jetzt vorsorglich etwas früher aus, und diese Aufgabe wird in EZ-GO erfasst. Hat ein Kunde eine Frage, können wir leicht nachvollziehen, was bei der Produktion genau dieser Türen passiert ist: Alle Messdaten sind verfügbar.“
Golstein ergänzt: „Auch für die Produktion ist das wertvoll. Jeden Morgen haben wir eine Produktionsbesprechung, und die EZ-GO-Daten stehen auf der Tagesordnung, vor allem die roten Daumen: Was ist schiefgelaufen, und wie können wir das beim nächsten Mal verhindern?“
„Jeden Morgen stehen die EZ-GO-Daten auf der Tagesordnung, vor allem die roten Daumen.“
Ruben GolsteinTeamleiter, Svedex
Nächste Schritte
Weiter in die Tiefe
Die erste Einführungsphase ist abgeschlossen, und alle grundlegenden Prozesse sind im System. Golstein merkt jedoch an: „Fertig ist man eigentlich nie. Wenn sich Prozesse ändern, müssen wir sie auch in EZ-GO anpassen. Und bei vielen Arbeitsanweisungen wollen wir mehr Details ergänzen, Teilprozesse, Sonderfälle.“
Das geschieht nicht mehr im Projektteam. Wolsheimer erklärt: „Inzwischen kennen wir EZ-GO besser und haben mehr interne Kapazität. Die Schichtleiter können die nötigen Anpassungen und Ergänzungen jetzt selbst vornehmen. Die Plattform macht es einem leicht.“
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